Schröpfen

Das Schröpfen gehört zu den klassischen Ausleitverfahren (Entgiftung des Körpers), das seit tausenden von Jahren bekannt ist. Es galt früher als bewährtes Hausmittel der Volksmedizin und ist in ihrer Wirkung bestens erprobt.

So gab schon Hippokrates (griechischer Arzt 460 - 377 v. Chr.) nicht nur eine theoretische Begründung für die Wirksamkeit des Schröpfens, sondern auch detaillierte Anweisungen zur Durchführung.

Wirkung
Das Schröpfen mit eigens dazu gefertigten Schröpfköpfen aus Glas oder selten aus Bambus, regt die Durchblutung an und zieht durch die intensive Saugwirkung Gift und Schadstoffe unter die Hautoberfläche, wo die Schlackstoffe via Lymphe entsorgt werden.

Darüber hinaus kennt man bestimmte Hautbereiche, sogenannte Head-Zonen, die über Nervenbahnen mit bestimmten inneren Organen verbunden sind. Aufgrund dieser Nervenverbindungen können Störungen durch die exakte Kenntnis der Reflexzonen erfasst und beseitigt werden.

Diese korrespondierenden Hautareale erkennt man beim Abtasten (Palpieren) des Rückens durch eine Überempfindlichkeit, Verhärtung oder sogar als schmerzhafte Stelle (Gelose).

So werden durch Schröpfen Durchblutung und Stoffwechsel verbessert, Muskelverspannungen und -verhärtungen beseitigt sowie Spasmen an inneren Organen gelöst.

Bei gestauten Energieflüssen, die zu Gemütsschwankungen, Ermüdung bis zu Depressionen führen können, bringt das Aufsetzen von Schröpfgläsern die gestaute Energie zum Fliessen und die Ausgeglichenheit zurück.

Ausserdem hat das Schöpfen eine schmerzstillende Wirkung, welche durch das Erzeugen eines Gegenreizes bewirkt wird.

Besonders wirkungsvoll ist das Schröpfen bei:

  • Schulter- / Nackenverspannungen
  • Verspannung der Rückenmuskulatur
  • Narbenverwachsungen
  • Zyklusstörungen / Menstruationsbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Stress
  • Allgemeinen Erschöpfungszuständen
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Verdauungsbeschwerden

sowie zur Stärkung des Immunsystems, Entgiftung des Körpers, Anregung der Selbstheilungskräfte, Harmonisierung des Nervensystems und zur allgemeinen Lymphaktivierung

Durchführung
Beim Schröpfen setzt man die Schröpfgläser auf bestimmte Hautgebiete und erzeugt darin einen Unterdruck. Je nach Anwendung bleiben die Schröpfgläser 5 - 10 Minuten aufgesetzt. Nach dem Entfernen bleibt eine blutunterlaufene Stelle zurück, was durchaus gewollt ist und eine Reaktion auf den gesetzten Reiz darstellt.

So kann man direkt mitverfolgen, wie die Selbstheilungskraft des Körpers wirkt.

Behandlung
Am Anfang sind zwei Behandlungen pro Woche zu empfehlen. Später ist eine Behandlung pro Woche sinnvoll. Oft spürt man schon nach der ersten Behandlung eine Veränderung.

Eine deutliche Verbesserung tritt in der Regel nach ca. sechs Behandlungen ein.

Nebenwirkungen
Es sind keine Nebenwirkungen des Schröpfens bekannt, allerdings kann die Behandlung eine rötliche bis blaue Verfärbung hinterlassen, die jedoch selten länger als eine Woche andauert.